Kommunalpolitik

„Arbeitskreis Bühler Kommunalpolitik“ besucht das Jugendzentrum Weitenung

Arbeitskreis Bühler Kommunalpolitik besucht das Jugendzentrum Weitenung

Bühl – Weitenung: Der „Ar- beitskreis Bühler Kommunal- politik“ besuchte am 22.03. 2013 das städtische Jugend- zentrum Weitenung. Mehr als 20 Jugendliche, Eltern, die zuständige Fachbereichslei- terin Jutta Luft und die Leiterin des Jugendzentrums Christine Ries empfingen die 5 Mitglieder des Arbeitskreises herzlich. „Nachdem in den vergangenen Wochen mehrfach davon die Rede war das Jugendzentrum auf den Prüfstand zu stellen, ist es unserem Arbeitskreis sehr wichtig sich vor Ort zu informieren“, begründet Pressesprecher Stefan Schneider den Besuch im Jugendzentrum. Frau Ries informierte ausführlich über die Angebote für Jugendliche im Jugendzentrum. Neben Unterstützung bei Bewerbungen, finden u. a. Präventionsveranstaltungen zu „Alkohol am Steuer“ und „Erste Hilfe“ statt. Aber auch im Freizeitbereich wird eine Vielzahl an Projekten angeboten. So treffen sich z. B. regelmäßig Jugendliche zum gemeinsamen Kochen oder zu Mal- und Bastelprojekten. Viele Besucher kommen zum „chillen“ oder um ihre Fähigkeiten im Billard- und Tischtennisspielen zu verbessern. Besonderes Highlight des Jahresprogramms ist die alljährliche „Snowboardfreizeit“, welche innerhalb kürzester Zeit ausgebucht ist. Ein großer Teil der Projekte wird von Fördergelder des Landes Baden-Württemberg bezahlt und kosten die Stadt Bühl daher keinen Cent.
Das Jugendzentrum gibt es schon seit Oktober 1999 und hat aktuell mittwochs und freitags von 16 – 21 Uhr geöffnet. Jugendliche, welche eigenverantwortlich einzelne Aufgabenbereiche verantwortungsvoll übernehmen, unterstützen Frau Ries bei ihrer Arbeit. So kümmert sich z. B. David Denisink um die Kasse beim Essens- und Getränkeverkauf und hilft bei den Einkäufen fürs Jugendzentrum. „Wenn etwas kaputt geht oder Renovierungsarbeiten wie z. B. Wände streichen anstehen, helfen wir natürlich“, erklärt Viktor Hartfiel. „Ich verstehe nicht warum mit dem Gedanken gespielt wird ein funktionierendes Jugendzentrum zu schließen“, betont Frau Sälzer, deren 3 Kinder zu den regelmäßigen Besuchern gehören. Das Arbeitskreismitglied Hans-Dieter Spicker wollte wissen, was die Verwaltung von den Schließungsgedanken einzelner Kommunalpolitiker hält. „Es ist die Aufgabe des Gemeinderats, dies zu entscheiden, nicht die der Verwaltung. Unser Auftrag war es in Weitenung jugendliche Spätaussiedler zu integrieren. Ich freue mich, dass diese Integration gelebt wird. Sie sollte jedoch auch weiterhin gepflegt werden“, erklärt Fachbereichsleiterin Jutta Luft.
Für die Bühler SPD bezog Stadträtin Barbara Becker Position „Wir haben uns immer für den Erhalt des Zentrums eingesetzt, denn wir wissen die geleistete Arbeit sehr zu schätzen. Das darf jetzt nicht abreißen.“ Auch die Jugendlichen selbst engagieren sich. „Wir haben den Ortsvorsteher Daniel Fritz (CDU) eingeladen sich das Jugendzentrum anzuschauen und er hat zugesagt“, freut sich Ines Leikam. Zusätzlich hat Frau Lampricht zusammen mit Eltern und Jugendlichen eine Unterschriftenaktion zum Erhalt des Jugendzentrums gestartet. Innerhalb von 2 Tagen haben schon über 90 Weitenunger unterschrieben. Die Unterschriften werden demnächst dem Bühler Gemeinderat übergeben. „Statt über eine Schließung des Jugendzentrums zu diskutieren, sollte man besser über längere Öffnungszeiten und die seit langem anstehende Reparatur der Decke im Discoraum reden“, wünscht sich Kristian Sinawski. Nachdem der Haushalt 2013 vom Gemeinderat vor wenigen Tagen beschlossen wurde, wird das Jugendzentrum dieses Jahr auf jeden Fall erhalten bleiben. Es ist allerdings ungewiss, ob sich die Kritiker nicht doch durchsetzen werden und ab 2014 die Räumlichkeiten z. B. für die Unterbringung von Weitenunger Vereinsmobiliar verwendet werden. Der „Arbeitskreis Bühler Kommunalpolitik“ bedankt sich für den herzlichen Empfang, die konstruktiven Gespräche und verspricht das Thema weiterhin zu verfolgen und sich für den Erhalt des Jugendzentrums einzusetzen.