Kommunalpolitik

Wanderung im Schwarzwald Nationalpark mit Heidrun Zeus

Die Bühler SPD unternahm unter Begleitung von Rangerin Heidrun Zeus eine Wanderung im Schwarzwald Nationalpark im zweiten Jahr nach dessen Gründung.

Ausgehend vom Treffpunkt am Nationalparkzentrum Ruhestein machten sich die Genossen und Freunde des Ortsverein mit dem Vorsitzenden Mathias Lauterbach auf Entdeckungsreise durch die unberührte und vielfältige Natur. Über den Hans-Jörg Abend Weg ging es begleitet vom Vogelgesang des Zaunkönigs und des Buchfinken, über die Grinden in Richtung Bannwald. Heidrun Zeus informierte ausgiebig über die verschiedenen Zonen des Entwicklungsnationalparks und dessen Ziele. Gut informiert ging es dann direkt von den Grinden in die Kernzone, den Bannwald Wilder See. Am Wilden See mit Blick in das Schönmünzachtal und in die älteste Kernzone, schauten wir in einen strukturreichen und vielfältigen Wald.

Heidrun Zeus erklärte am Beispiel einiger Arten, „die Notwendigkeit von Großschutzgebieten und die Natur in ausgewiesen Gebieten, einfach mal Natur sein zu lassen, denn hierdurch werden wichtige Lebensräume dauerhaft gesichert. Insbesondere der hohe Todholzanteil bildet wichtige Lebensgrundlagen für bedrohte Arten. Um einen kompletten Kreislauf eines Baumes, vom Auskeimen, bis hin zur vollständigen Zersetzung erleben zu können, bräuchten wir eine Zeitmaschine“, scherzte Frau Zeus und fügte augenzwinkert hinzu: „Wir müssen lernen in anderen zeitlichen Dimensionen zu denken und es muss auch Flächen geben, in denen der Mensch nicht kontrolliert und eingreift.“

Weiter ging es dann vorbei am Grab des Prof. Dr Julius Euting in Richtung Darmstädter Hütte. Unterwegs erzählte uns die einheimische Rangerin noch einiges zur Wald – und Entstehungsgeschichte des Nordschwarzwalds.

Offen und bereitwillig wurden wir auch über Probleme, wie z.B. freilaufende Hunde und achtloses Wegwerfen von Papiertaschentücher und Müll informiert. „Es dauert sehr lange bis z.B. ein Papiertaschentuch nicht mehr zu sehen ist“ sagt Frau Zeus.

Nach einer Rast auf der Darmstädter Hütte ging es für die wanderbegeisterten Genossen zielstrebig zurück zum Ruhestein, aber nicht ohne den am Wegrand wachsenden Sauerklee geschmacklich zu testen und um das schöne Waldfrauenhaar, eine heimische Moos Art, zu bestaunen.

Am Ruhestein informierte Rangerin Heidrun Zeus über die Neubaupläne des Nationalparkzentrums und weitere Aktivitäten der Nationalparkverwaltung, um mittels zahlreichen Veranstaltungen den Nationalpark für Besucher, weiter interessant zu machen. „Es ist faszinierend zu sehen, das der Schwarzwald Nationalpark  mit seiner Artenvielfalt in Flora und Fauna, naturbegeisterten Wanderern eine hervorrangende Möglichkeit zu erlebnisreichen Aktivitäten im Freien bietet und bestens ausgebildete Ranger, die Natur den Besucher nahebringen“, freut sich der Vorsitzende Mathias Lauterbach und bedankt sich bei Heidrun Zeus für diesen spannenden Ausflug in den Nationalpark.

18.06.2015 / MaLa