Spende aus Syrien Ausstellung

Kürzlich besuchte der SPD Ortsverein Bühl die Fahrradwerkstatt im Flüchtlingsheim in der Erlenstrasse in Bühl. Mit im Gepäck hatten Werner Henn, Mathias Lauterbach und Hans-Dieter Spicker eine Spende in Höhe von 150,- Euro, um die Fahrradwerkstatt für die Anschaffung weiterer Ausstattung zu unterstützen.

Die Spendengelder kamen aus der Syrienausstellung im Bürgerhaus Neuer Markt, welche Werner Henn dort mit eindrucksvollen Bildern vor einigen Wochen zeigte.

Syrien Spende

SPD Ortsverein Bühl spendet Kinderwagen

Die aktuelle Flüchtlingssituation kann man in Bühl und Umgebung mit gutem Gewissen als ruhig, strukturiert und sehr erfolgreich bezeichnen. In zahlreichen Projekten und dem tagtäglichem Geschehen engagieren sich die Heimleiter und Mitarbeiter der Behörden und sozialen Einrichtungen, sowie zahlreiche Ehrenamtliche aktiv in vielen Bereichen.

Ohne die vielen Menschen die gemeinsam zueinander finden und sich kennenlernen, wären die vor uns stehenden Aufgaben unserer Gesellschaft nicht möglich.

Auch die SPD engagiert sich immer wieder im Team des Ortsverein für die Flüchtlinge. So auch kürzlich mit der Spende eines Zweisitzer-Kinderwagen für eine Familie mit zwei Kindern, zu der der SPD Ortsverein Bühl aufgerufen hatte.

Große Spendenbereitschaft

Die erste Spende ging noch am selben Abend des Spendenaufruf bei der Ortsvereinssitzung der SPD Bühl ein. Familie Ullmann erklärte spontan: „Da sind wir dabei!“

Kurze Zeit und zahlreiche weitere Sepnden später kann sich nun Familie Emezie in Rittersbach über einen Geschwisterkinderwagen freuen. Die nigerianische Familie hat zwei Kinder, das dritte Kind wird erwartet – da war Handlungsbedarf.

„Das ist ein Sicherungsbügel und das die Feststellbremse.“ konstatierte SPD Fraktionsvorsitzender Oswald Grisstede mit dem Kennerblick des erfahrenen Vaters. „Aber wie montiert man den Babykorb?“

Martin Klatt trat gemeinsam mit Collins und Beauty Emezie dieser durchaus komplexen Frage näher, während Christobel zusammen mit ihrem kleinen Bruder bereits die beiden Sitze ausprobierte.

Spende Kinderwagen

Der Test scheint äußerst positiv ausgefallen zu sein, denn 5 Minuten danach schlief sie tief und so fest, dass sie nicht einmal den Transport des Wagens die Treppe hoch in die Blume wahrnahm.

Die Erwachsenen diskutierten derweil noch eingehender die Möglichkeiten, die Flüchtlingsunterkünfte mit W-LAN auszurüsten – nicht zuletzt möchte die Großmutter der Familie auch sehen können, wie sich ihre Enkel im fernen Bühl denn so machen.

Der kleine Prince verfolgte die Gespräche aus sicherer Entfernung auf Vaters Arm, hatte dabei aber den Basketballkorb, den Hans-Dieter Spicker für die älteren Kids mitgebracht hatte, bereits fest im Blick: „Wartet, bis ich erst laufen kann!“

Helfen, Sozial, Gesellschaft

Engagieren auch Sie sich aktiv bei der großen Aufgabe der kommenden Jahre. Wir vom SPD Ortsverein Bühl haben durchweg positive Erfahrungen mit unseren Freunden aus anderen Ländern gemacht und dabei viele Eindrücke gewonnen.

Haushalt 2016 der Stadt Bühl deutlich gesunken

„Verglichen mit den Rekordeinnahmen von 46,3 Mio. € im Haushaltsjahr 2010 haben sich die Gewerbesteuereinnahmen in Bühl in den letzten Jahre dramatisch verschlechtert.“ stellte der Fraktionsvorsitzende der SPD Oswald Grißtede in seinem Bericht aus der Fraktion auf der Mitgliederversammlung seines Ortsvereins am Freitag im Gasthaus Sternen fest.

In den Jahren 2005 – 2010 hätten die Einnahmen aus der Gewerbesteuer jährlich im Durchschnitt bei 41,7 Mio. € gelegen. Nach dem Rekordjahr 2010 sanken die Einnahmen in den fünf Folgejahren auf durchschnittlich 25,6 Mio. €. In diesem Haushaltsjahr werde von der Verwaltung nur noch mit 18,5 Mio. € kalkuliert. In den Folgejahren würde mit 22,2 Mio. € gerechnet, gegenüber 2010 mehr als eine Halbierung.

„Es ist der Verwaltung und dem Gemeinderat gelungen mit dem Prozess Bühl 2016 die richtigen Weichen zu stellen, um die Einnahmeausfälle abzufedern ohne Freiwilligkeitsleistungen der Stadt entscheidend abzubauen.“ berichtete Grißtede weiter. Ziel sei es gewesen durch Verwaltungsmodernisierung und Haushaltskonsolidierung bei Bewahrung der Stadtattraktivität Bühl weiter zu entwickeln. Dabei sollten ab dem Haushaltsjahr 2017 der Haushalt um jährlich 5 Mio. € strukturell verbessert werden. Zum einen durch Reduzierung von Personalkosten und Sachkosten, zum anderen durch Einnahmezuwächse bei den Entgelten und Gebühren sowie Erhöhung von Gebühren und Steuersätzen.

Mit den jüngsten Beschlüssen des Gemeinderates die Grundsteuern und Gewerbesteuer ab 2016 nochmals zu erhöhen sei das Ziel von 5 Mio.€ schon Ende 2015 erreicht worden. Allerdings, schränkte Grißtede das Ergebnis wieder ein. So hätten Steuerrückzahlungen und zu erwartende Steuerausfälle die Notwendigkeit gebracht den Haushalt nochmals in Zukunft um 2 Mio.€ jährlich zu entlasten.

Der Prozess Bühl 2016 müsse also auch weiterhin fortgesetzt werden. Dabei müssten auch Freiwilligkeitsleistungen auf den Prüfstand. So würden beispielsweise in Bühl und den Teilorten von Gruppen und Vereinen städtische Räume zum Teil unentgeltlich genutzt werden. Eine Debatte über eine Beteiligung der Benutzer von städtischen Räumen an den tatsächlichen Nebenkosten brachte bei den SPD-Mitgliedern kein einheitliches Meinungsbild hervor. Stadträtin Barbara Becker forderte den Dialog mit den Vereinen.

Noch weit nach Abschluss des offiziellen Teils diskutierte die Mitgliederversammlung intensiv die Situation der Integration, Unterstützung und Unterbringung von Flüchtlingen in Bühl. Die SPD wird sich weiterhin aktiv und ganz praktisch in dieser Hinsicht engagieren: Von der Fahrradwerkstatt über Sachspenden und Schulbesuche stehen die verschiedensten Projekte im Raum.

Jegliche Unterstützung ist hochwillkommen!

Neue Impulse für die Natur-Vielfalt

Wird Bühl bald die badische Hauptstadt der biologischen Vielfalt? Die SPD Bühl jedenfalls hätte nichts dagegen. Unter dem Motto „Mehr Natur in der Stadt- der Vielfalt eine Chance geben“ hatten Dr. Raphael Kist vom SPD Arbeitskreis Kommunalpolitik und der SPD-Ortsverein Bühl die Landtagsabgeordnete Gabi Rolland eingeladen. Als umweltpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion diskutierte sie zusammen mit Martin Klatt, dem Artenschutzreferenten des NABU Baden-Württemberg mit den zahlreichen interessierten Gästen über das Thema Erhalt der Artenvielfalt in Stadt und Land. Durch den Abend führte die SPD-Gemeinderätin Barbara Becker.

In seinem kurzen Impulsvortrag erklärte Martin Klatt die Hintergründe des kürzlich eingeführten biologischen Leitbildes der Stadt Bühl und wie diese bereits mit Leben gefüllt werden. So wurde schon 1992 in der UN-Artenschutzkonvention international beschlossen, dass bis 2010 der Niedergang der Natur gestoppt sein solle. Von diesem Ziel sind wir leider weltweit noch sehr weit entfernt, auch hier in Deutschland und in Baden-Württemberg. In einer weiteren Initiative hat die UN nun die Dekade der biologischen Vielfalt bis 2020 ausgerufen um den weltweiten Artenrückgang zu stoppen.

Die Stadt Bühl trägt lokal mit ihrem ökologischen Leitbild ihren Teil zu diesem Stopp des Artenverlustes bei. So wurden und werden Wiesen mit heimischern Wildblütenpflanzen eingesät, die einer Vielzahl von Tieren, wie Wildbienen und Schmetterlingen als Nahrungsquelle und Lebensraum dienen. Weiter wurden reich blühende dauerhafte Staudenbeete angelegt, die ebenfalls reichlich Nektar und Pollen für hungrige Blütenbesucher zur Verfügung stellen.

„Heimische Pflanzen sind für heimische Tiere die beste Adresse. Sie sind der Schlüssel zu mehr Vielfalt!“ stellte Klatt den hohen Wert heimischer Gewächse klar. Im Gegensatz zu den einjährig angepflanzten Beeten oder ausgesäten Standardblühmischungen bilden diese Wildblumenwiesen, wenn sie einmal etabliert sind, ohne großen Aufwand schöne und dauerhafte Bestände.

Gerade jetzt bei großer sommerlicher Hitze wird deutlich, wie wichtig Schatten spendende und kühlende großkronige Bäume in einer Stadt sind. „Ziel muss es sein, zu Fuß in 5 Minuten einen Schattenplatz zu erreichen, sonst hält man es in der Stadt der Zukunft nicht mehr aus“ erklärte Klatt die große Bedeutung des zweiten Teils des Leitbildes, der Schutz und Erhalt großkroniger Bäume im Stadtbereich fordert.

„Man soll etwas dazu beitragen, dass man die Welt in einem besseren Zustand verlässt, als man sie vorgefunden hat.“ zitierte Gabi Rolland zu Beginn ihres Vortrages Berthold Brecht. Und benannte damit ihre persönlich Motivation, sich für biologische Vielfalt einzusetzen. In ihrem Vortrag „Neue Impulse für die Vielfalt“ machte die Landtagsabgeordnete aus Freiburg zunächst eindringlich klar, wie ernst die Situation bei uns weiterhin ist: „Zwischen 30 und 40 % der Tier- und Pflanzenarten, bei Fischen sogar 60%, stehen in Baden-Württemberg auf den Roten Listen. 37% der Biotoptypen des Landes sind bedroht und von den 166 in der FFH-Richtlinie aufgeführten Arten sind 65 in einem schlechten Zustand.

Die Grün-Rote Landesregierung hat bereits viele wichtige Schritte zu einer Verbesserung der Lage unternommen. Die „Naturschutzstrategie Baden Württemberg“, die auf der Seite des Ministeriums für ländlichen Raum und Verbraucherschutz für jeden frei zugänglich ist, benennt 5 Handlungsschwerpunkte für Baden-Württemberg und das erst vor wenigen Tagen verabschiedete Naturschutzgesetz dient der konkreten Umsetzung und Kontrolle dieser Maßnahmen. So hat der Skybeamer einer Diskothek, der zusätzlich den nahen Waldrand beleuchtet, keine Chance mehr: Eine derartige Lichtverschmutzung muss sofort eingestellt werden. Und wie kommt eine Wildkatze über eine Bundesstraße? Ein landesweiter Biotopvernetzungsplan soll helfen, für die Wildwege notwendige „Trittsteine“ zu schaffen. Die Landesregierung hat den Etat für Naturschutz verdoppelt, die Personaldecke zur Umsetzung von FFH-Managementplänen bei den Landkreisen verstärkt und die Landschaftserhaltungsverbände besser bezuschusst.

Soviel Geld – nur für die Natur? Klatt und Rolland zeigten, dass der Naturschutzetat auch nach der Verdopplung nur ca. ein Promille des Gesamthaushaltes von Baden-Württemberg ausmacht. „Und das sollte der Erhalt unserer Lebensgrundlage uns doch mindestens wert sein.“ so Moderatorin Barbara Becker.

Das Land fördert gezielt den Erhalt der biologisch sehr wertvollen Streuobstwiesen, den Schutz der Gewässerrandstreifen sowie die Verbreitung von Fassadenbegrünung in den Städten: „An unserem Haus in der Freiburger Innenstadt wachsen zwei Glycinien. Das sieht nicht nur schön aus, sondern schafft ein deutlich kühleres Mikroklima im Vergleich zum Nachbarhaus“ berichtete Rolland. Renaturierungsmaßnahmen an Flussläufen dienen der Lebensraum- und Arterhaltung und mindern gleichzeitig die Hochwassergefahr. Finanziert werden diese Projekte zum Teil im Rahmen von Ausgleichsmaßnahmen. So bezahlte die Deutsche Bahn die teilweise Renaturierung der extrem kanalisierten Dreisam in Freiburg als Ausgleich für den Ausbau der Bahnstrecke in diesem Bereich. Auf Initiative der Regierung wurden Hochwassergefahrenkarten erarbeitet, damit eine Bebauung von Überschwemmungsgebieten künftig ausgeschlossen werden kann.

Gabi Rolland ist es besonders wichtig, die Jugend an die Natur heran zu führen und die Vorteile einer biologisch vielfältigen Umwelt praktisch erfahrbar zu machen. Großschutzgebiete wie Nationalparke und Biosphärenschutzgebiete bieten unmittelbare, spannende Naturerlebnisse: ein echter Mehrwert gleichermaßen für Mensch und Natur.

In der anschließenden angeregten Diskussion zeigte sich nochmals die enorme Vielfalt des Themas: SPD Altstadtrat Walter Gutmann berichtete lachend über die wilden Diskussionen um die Verkehrsberuhigung der Bühler Innenstadt in den 80er Jahren, eine „Hotelkette“ für Insektenhotels auf Innenstadtbalkonen wurde angeregt. Natürlich ging es um die Saatkrähenproblematik in Bühl, aber auch um die Rückkehr des Wolfes sowie ganz allgemein um den Stellenwert von Naturschutzthemen in der Öffentlichkeit.

Moderatorin Barbara Becker bedankte sich herzlich bei dem Besuch aus Stuttgart für den anregenden Abend: “Das ist eine wirklich beeindruckende Bilanz, ihr habt viel für die Natur erreicht. Es ist beruhigend, den Naturschutz in so engagierten und tatkräftigen Händen zu wissen.“

Als gelungenes Schlusswort des Abends bleibt das von Gabi Rolland vorgebrachte Zitat von Henry Miller im Gedächtnis:
„Wer sich mit der Natur verträgt, dem tut sie nichts.“

Bühler SPD unterstützt den Betriebsrat der LuK

Der Vorstand der Bühler SPD traf sich mit Betriebsräten der LuK
Am vergangenen Montag traf sich der Vorstand der Bühler SPD mit den LuK Betriebsräten Waldemar Schulde (1. Stellvertreter Vorsitzender) und Herbert Prasse. Die beiden Betriebsräte informierten die SPD Vorstandsmitglieder über die aktuelle wirtschaftliche Lage bei der LuK.

Die Firma LuK mit ihren 3.600 Beschäftigten in Bühl gehört zur Schaeffler-Gruppe, die nach der Übernahme von Continental und der kurz darauf folgenden internationalen Finanzkrise, in eine wirtschaftliche Schieflage geraten ist. “Bühler SPD unterstützt den Betriebsrat der LuK” weiterlesen